Die Löhergasse zweigt von der Rodergasse nach Süden ab.
rechts das Eckhaus Altmann, längst verschwunden. Das dar- an stoßende Haus Sattler ist versetzt worden und steht jetzt in der Kaffeegasse.
Auf der Seite zur Obergasse und der Unionskirche hin (Osten) sah es so aus (unten): Am rechten Bildrand ist das zurückweichende Dach der damaligen Schreinerei Schmidt zu sehen, das Aussehen war typisch für diese Gerberhäuser (= Trockenspeicher), in denen das Leder trocknete.


An der Westseite der Löhergasse aber ragte unübersehbar der Komplex der größten Idsteiner Lederfabrik, Landauer und Donner, empor.
unten: Der farbige Strich markiert den Verlauf der Löhergasse, Blickrichtung ist Nordosten.
 

Dieser Standort der  Lederbereitung seit dem Mittelalter wurde 1959 aufgegeben, eine freie Fläche entstand, der “Löherplatz” (Kreis im Zentrum), eine Wortschöpfung des verstorbenen Idsteiner Journalisten Gerd H. Böttger.

Eine Episode am Löherplatz mag nicht unerwähnt bleiben: Es hatten nämlich in dem unteren rechten Fabrikbau die Musik- freunde Idstein bis 1977 ihr Domizil. Dieses war innen mit viel Liebe ausgebaut worden, sodass man das Äußere vergaß.

Als dann auch dieses Gebäude weichen musste, konnte man für Momente noch einmal im wahrsten Sinne des Wortes symbolisch Abschied nehmen (unten):

Heute ist diese Fläche bebaut; allein das Gerberhaus zeugt von der Vergangenheit.

Löhergasse