Borngasse

Der Born, nachdem man die Gasse benannt hat, führte ein vorzügliches Wasser, dem man Heilkraft zuschrieb, ähnlich wie dem “Hundstallbrunnen” auf dem Schulhof.

Hier liegt eine doppelte “Fälschung” vor:

Dieser Brunnen in der kleinen Borngasse (die Verbindung Borngasse / Felix – Lahnstein -Straße) stand bis 1980 in der Oberen Schlossgasse, am Alten Amtsgericht, und das Wasser dieses Brunnens kommt von den Städtischen Wasserwerken, nicht vom verborgenen Born.
Der Reiz dieses schönen Winkels wird dadurch nicht gemindert.

Über den Brunnen heißt es in einem anschaffenswertem Buch:
“Klassizistischer Laufbrunnen aus Sandstein. Leicht verjüngter Pfeiler mit Akanthusfries, durch kreuzförmige Verstrebungen gehaltener eiserner Wasserauslauf. Rechteckiger, gebauchter, unten profilierter Steintrog.”

Unten sieht man zwei “echte” Borngassenbilder, links das Schuhhaus Best (gegenüber der neu erbauten Gaststätte “Zur Altstadt”), rechts die vor allem bei Schülern einst sehr beliebte Gaststätte “Zum Brauhaus” in der hinteren Borngasse.

oben: Paul und Johanna Schütz Mitte der 50er Jahre
links: Schuhmacher Wilhelm Best mit drei Lehrbuben 1920