Schützenhausstraße

Die Schützenhausstraße erhielt ihren Namen nach dem 1903 erbauten Haus des Idsteiner Schützenvereins von 1862. Der vordem Schlagbachweg genannte Pfad entlang des Wolfsbachtales war Verteiler für die Fußpfade nach Heftrich (über die Alteburg), Lenzhahn und  Dasbach.

Dieser Blick vom Kirchturm der evangelischen Kirche nach Süden zeigt uns den Beginn der Schützenhausstraße; von der Turnhalle geht sie nach rechts weg, verläuft zwischen Landesaufnahmeheim und jetzigem Städtischen Bauhof weiter im Wolfsbachtal, am Gelände des ehemaligen Freibads / Campingplatzes vorbei zum Schützenhaus und dann weiter zum alten Badeweiher am jetzigen Grillplatz.

links, noch im Bogen der Escher Straße, die Turnhalle der TSG Idstein von 1905.

 


rechts, auf der rechten Seite des Beginns der Schützenhausstraße, die  Schulersche Scheune.


Das Gebäude bei einem Feuer, ca. 1930.

Das Bild oben zeigt das 1911 geplante, 1912 als “Landesaufnahmeheim für gefährdete Kinder“ (“Jugendheim”) errichtete Haus, vom Zentralwaisenfonds gestiftet. Da der Kalmenhof keine gefährdeten und straffällig gewordenen Mädchen und Jungen aufnahm, musste dieses Haus gebaut werden.
1927 wurde es erweitert durch einen oberhalb parallel gestellten Bau. Den Eingangsbereich mit Oberlicht und Relief sehen sie unten im Detail. 


das Monogramm W. B.(ierbrauer) in der linken oberen Ecke des Reliefs.


ein Detail der Fassadenverschieferung.



links: Etwas höher am Hang das noch existierende alte Gebäude (nach 1912) der Sonderschule für Verhaltens- gestörte, heute durch den Neubau der Feldbergschule (1963) in seiner Funktion abgelöst.
Der ehemalige Haupteingang zum Tal hin ist von der Straße kaum noch zu sehen und zeigt  reizvolle Details, vermutlich auch vom  Bildhauer Bierbrauer aus Wiesbaden geschaffen.


Geht man, im Tal bleibend, an der Abzweigung zum Zinsgrabenweg vorbei 200 Meter weiter, gelangt man auf der Höhe des jetzigen Hallenbads zu der Stelle, an der das zweite Idsteiner Freibad über 80 Jahre seinen Platz hatte.